Lexikon

Basierend auf dem "Lexikon Blechspielzeug" © Kurt Harrer.
Wir bedanken uns ausdrücklich für die freundliche Genehmigung des Herausgebers und Autors: Herrn Kurt Harrer.

Das vorliegende Lexikon basiert zur Zeit noch weitgehend auf dem Wissensstand der 2. Auflage von Kurt Harrer. Inzwischen liegen zu vielen Begriffen neue Erkentnisse vor. Wir werden das ursprüngliche Lexikon um dieses neue Wissen erweitern und in das bestehende Lexikon integrieren. Aktualisierte Begriffe sind mit dem Datum der letzten Änderung gekennzeichnet. Begriffe ohne Änderungsdatum sind noch nicht aktualisiert. Wenn Sie Ergänzungen zu einzelnen Begriffen haben, oder Ihnen Fehler auffallen, dann bitten wir Sie uns per E-Mail zu informieren. Wichtig ist, dass Sie in Ihrer Korrektur bzw. Ergänzung die jeweilige Qulle angeben. Wir werden alle Fehler schnellstmöglich korrigieren, bzw. fehlende Begriffe ergänzen. Das Ziel ist es ein umfassendes, aktuelles und lebendiges Lexikon zu herhalten, das durch die Mitarbeit seiner Leser und Nutzer ständig aktualisiert und erweitert wird.

Letzte Aktualisierung: 21.10.2018

 

 

Schienen, die ~

Kurzbeschreibung

Beschreibung

Im Grunde genommen falsche Bezeichnung für Gleise. Während die ersten Eisenbahn Nachbildungen als > Bodenläufer konstruiert waren, kamen Gleise erst um 1880 auf. Sie waren aus > Weißblech gefertigt und wiesen meist drei aufgelötete, später > verlappte, Schwellen auf. Die Schienen wurden durch in den Hohlkörper eingelassene Verbindungsstifte zusammengesteckt. Erst 1909 wurden diese Stifte wechselseitig versetzt, was die Handhabung wesentlich vereinfachte. Das erste aus sinnvoll aufeinander abgestimmten Gleislängen und > radien aufgebaute Gleissystem bot > Märklin 1891 für Uhrwerkbahnen an. Vorher dominierte die sog. Wulstschiene, auch Böschungsschiene genannt, bei der die Fahrzeuge in einer Vertiefung zwischen den Außenrändern liefen. Mit den ersten elektrischen Eisenbahnen wurde die Dreileiter Schiene eingeführt, deren Mittelstrang zur Stromführung isoliert war. Im Trend zur besseren Modelltreue lag die in den zwanziger Jahren eingeführte sog. Progress Schiene, die pro Gleisstück über sechs bis zehn Schwellen verfügte. Eine weitere optische Verbesserung stellte das Modellgleissystem dar, das Märklin ab 1932 für die > Spurweiten 0 und 1 herstellte. Mit Aufkommen der Spur 00 (später H0) wandelte sich das Bild weiter. Jetzt wurde von den meisten Herstellern der Gleisdamm in die Gestaltung mit einbezogen und zusammen mit den Schwellen aus einem Pressstück gefertigt.


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