Lexikon

Basierend auf dem "Lexikon Blechspielzeug" © Kurt Harrer.
Wir bedanken uns ausdrücklich für die freundliche Genehmigung des Herausgebers und Autors: Herrn Kurt Harrer.

Das vorliegende Lexikon basiert zur Zeit noch weitgehend auf dem Wissensstand der 2. Auflage von Kurt Harrer. Inzwischen liegen zu vielen Begriffen neue Erkentnisse vor. Wir werden das ursprüngliche Lexikon um dieses neue Wissen erweitern und in das bestehende Lexikon integrieren. Aktualisierte Begriffe sind mit dem Datum der letzten Änderung gekennzeichnet. Begriffe ohne Änderungsdatum sind noch nicht aktualisiert. Wenn Sie Ergänzungen zu einzelnen Begriffen haben, oder Ihnen Fehler auffallen, dann bitten wir Sie uns per E-Mail zu informieren. Wichtig ist, dass Sie in Ihrer Korrektur bzw. Ergänzung die jeweilige Qulle angeben. Wir werden alle Fehler schnellstmöglich korrigieren, bzw. fehlende Begriffe ergänzen. Das Ziel ist es ein umfassendes, aktuelles und lebendiges Lexikon zu herhalten, das durch die Mitarbeit seiner Leser und Nutzer ständig aktualisiert und erweitert wird.

Letzte Aktualisierung: 21.10.2018

 

 

Erno

Kurzbeschreibung

Beschreibung

 

ERnst NOtter, der in Zürich eine Reparaturwerkstätte für Mundharmonikas betrieb, zog 1944 nach Unterägeri, wo er eine neue feinmechanische Werkstätte aufbaute und angespornt durch den Spielwarenhandel, dem die Importe fehlten, eine Spur-0-Bahn entwickelte. 1945 kamen die ersten Fahrzeuge, d.h. eine Uhrwerklok und Güterwagen in den Handel. Die Personenwagen stammten anfänglich nicht aus eigener Produktion sondern wurden von MAX KRAFT aus Zürich bezogen. 1946 folgten selbst entwickelte Personen- und Gepäckwagen. Auch bot ERNO eine elektrische Lok an, die anfänglich mit einem selbst entwickelten Antrieb, der sich nicht bewährte, bestückt war. Später verwendete Notter den -> RESAL-Motor.

 

E-Lok, UhrwerkausführungPersonenwagen

 

Notter lehnte sich bei der Gestaltung der Fahrzeuge stark an den MÄRKLIN-Vorbildern an. Diejenigen ERNOs waren aber viel einfacher ausgeführt und erreichten auch nicht die Qualität ihrer Vorbilder. Letzteres hängt auch mit der schwierigen Materialverfügbarkeit in der Kriegs- und Nachkriegszeit zusammen, musste doch zum Teil Aluminium statt Stahlblech verwendet werden. ERNO belieferte auch RESAL mit Blechteilen, wie Achshalter für 2-Achswagen, Bremserhaus und Wagenkasten des RESAL-Kohlenwagens.

 

PlanenwagenKesselwagen BP, auch als Shell und Esso

Gedeckter Güterwagen, Blechteile mit Märklin

1781/1791 austauschbar

Kühlwagen, auch in Bierwagen-Version angeboten 

 

Die Beschriftungen erfolgten mit Nassschiebebildern. ERNO bot auch ein eigenes Gleis an, das aus Aluminiumschienenprofilen und Stahlblechschwellen bestand. Den für den Betrieb der elektrischen Lokomotive notwendige Trafo bezog von RESAL

 

Als MÄRKLIN 1947 wieder zu exportieren begann, brach der ERNO-Umsatz stark ein und brachte Notter in arge finanzielle Schwierigkeiten, die ihn 1949 zur endgültigen Betriebsschliessung zwangen.

Einige Werkzeuge und Halbfabrikate, wie z.B. der Aufbau des ERNO-Kranwagens wurden von RESAL übernommen.

 

21.1.2017 GJW


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