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29.01.2017 14:34 Alter: 2 yrs
Kategorie: Aktuelles
Von: Bruno Schwender

Premiere Modelllbahn-Schauanlage «Kartonwelt»

MARGA-Modellierbogen und andere fast vergessene Bastelfreuden unserer Väter


Wer kennt sie nicht aus der Schulzeit, die Bastelbogen. Doch bei den Modelleisenbahnern sind sie verpönt. Was aber, wenn alles aus Bastelbogen und Kartonverpackungen besteht…? Bruno Schwender sammelte diverse Bastelbogen, oder Kopien davon, wenn es antike/wertvolle Stücke waren. Die älteste Kopie stammt von einem handgezeichneten Bastelbogen aus dem Jahr 1789. Später zeichnete er am Computer selber noch Bastelbogen und setzte auch diese zusammen. Dabei schreckte er auch vor Chilbibahnen (z.B. «Russisches Riesenrad» oder «Spaceflight») nicht zurück. Es tauchte schon die Frage auf, ob der Recyclingbahner fremdgehe. Nein, auch bei dieser Anlage ist vieles (namentlich Verstärkungen) aus «Abfall» (Kartonverpackungen) gemacht. Am Schluss waren über 70 (!) Bastelbogen zusammengebaut. Davon waren 1/3 selber gezeichnet. Die Schauanlage «Kartonwelt» ist das Ergebnis dieser Arbeit. Mit 4 x 1 Meter ist sie recht imposant geworden und beinhaltet eine Stadt, ein Bahnmuseum ein Schloss, sowie ein Chilbiplatz. Ein Brett der Anlage (1 x 1 Meter) ist den Werbe-Bastelbogen der MARGA-Schuhcreme (A.Sutter, Münchwilen) gewidmet und enthält neben Schweizer Dörfern aus den 30er und 40er Jahren (darunter das komplette Thurgauer Dorf) die Schwebebahn und den Flughafen Kloten aus den 50er Jahren. Bewegung gibt es aber nur bei der Eisenbahn. Alles andere wäre vom Baumaterial Karton zu viel verlangt. Drängt sich eigentlich nur die Frage auf, weshalb der Modellbogen von Modellbahnern verschmäht wird? Kartoneisenbahnen waren zwischen den 30er und 50er Jahren die billige Alternative zur teuren Blecheisenbahn und gehören somit zur Entstehungsgeschichte der Modellbahn. Die MARGA-Karton-Eisenbahn aus den 50er Jahren darf natürlich eben so wenig fehlen wie die ERGA-Bahn und das «Heintz’scher Haferzwieback-Bähnchen» aus Deutschland, oder das Rollmaterial von «CARTONIA» und «Imagerie d’Epinal» aus Frankreich sowie natürlich der THURBO GTW des Pädagogischen Verlags oder von Bruno Schwender selber entworfene Wagen. Wirklich alles, auch das Rollmaterial (ausgenommen Lokomotiven und Wagenunterbauten), Autos, Häuser und Menschen sind alle aus Karton gefertigt. Berühmte Autos aus Film und Fernsehen runden das Bild ab. Bastelbogen wurden gemalt, gezeichnet, Lithografiert, am Computer gezeichnet oder auf Fotorealer Basis erstellt, kurz: Diese Schauanlage zeigt, wie der Bastelbogen laufen lernte. Am 25./26. Februar 2017 wird die «Kartonwelt», anlässlich der Modelleisenbahnbörse im Pentorama Amriswil, erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt, Sie werden staunen was mit Karton alles möglich ist. Schwelgen Sie in Kindheitserinnerungen. Tauchen Sie ein, in die wunderbare Welt des Bastelbogens…

Modelleisenbahnbörse:

25./26. Februar Pentorama Amriswil

Sa: 9 – 15 Uhr

So: 10 – 15 Uhr

Eintritt frei


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